Mike FOX

Panorama

Das Panorama

Das Wort Panorama (griech. pan – alles, horao- sehen) bedeutet soviel wie „alles sehen“. Einewunderschöne, weitläufig Landschaft oder ein mächtiges Gebäude kann in einem Bild festgehalten werden. In früher Zeit wurden großflächige Landschaftsbilder mit Ölfarbe gemalt. Später wurden große Panoramen in eigenen Rundbauten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Panografie

Sehr bald nach Erfindung der Fotographie, wurde auch diese neue Technik zur Erzeugung von Panoramen  verwendet.In der analogen Zeit wurden meist fixe Brennweiten in Kameras verbaut. Große Objekte konnten nur flächig abfotografiert werden. Die Einzelbilder wurden danach überlappend in einem Fotoalbum eingeklebt.  Die so entstanden Panoramen erinnern an Mosaike und zeigen deutlich Paralaxenfehler. In der Digitalfotografie hat man diese Technik wieder entdeckt. Mareen Fischinger hat diese digitale Form als Panografie bezeichnet. Dabei werden viele Einzelbilder mit freier Hand aufgenommen. Diese Bilder werden dann teiltransparent wie ein Puzzle mit Photoshop „künstlerisch“ zusammengesetzt.  Dabei kommt es auf den Gesamteindruck und nicht auf ein fehlerfreies Stichen an.

Panografie: Kirche am SteinhofDiese wurde in den Jahren 1904-1907 nach Plänen von Otto Wagner erbaut

Zylindrisches Panorama

Dabei wird von einem Stativ zylindrisch die Umgebung in mehreren Bildern festgehalten. Die Bilder sollten sich ausreichend überlappen, damit die Panoramasoftware die Einzelbilder zu einem Gesamtbild zusammensetzen kann. Moderne Digitalkameras haben heute meist eine eigene Panoramafunktion. Dabei wird aus Serienbilder eines horizontalen oder vertikalen Schwenks das Panoramabild gleich in der Kamera generiert.

Zylindrisches Panorama: Privater Garten aus 4 Aufnahmen

Kugelpanorama

Soll ein Raum aber vollständig in einem Panoramabild dargestellt werden, muss der gesamte Raum kugelförmig abfotografiert werden. Diese Bilder bezeichnet man als Kugelpanoramen oder sphärische Panoramen. Ebenso können mehrere, in einer Ebene aufgenommene Einzelbilder mit Hilfe einer Panoramasoftware am Computer zu einem Bild verschmolzen werden. Dieses Verschmelzen wird oft als Stichen bezeichnet. Das Wort Stichen kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie nähen. Die Einzelbilder werden also zu einem „Fleckerlteppich“ vernäht.

Kugelpanorama: Klettergarten auf der Donauinsel, aus 4 HDR Bildern

Lineares Panorama

Dabei wird zum Beispiel eine Häuserzeile linear abfotografiert. Die Aufnahmen sollten immer im selben Abstand zum Objekt und möglichst senkrecht mit großzügiger Überlappung aufgenommen werden.

Lineares Panorama: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst

Flächiges Panorama

Große Objekte werden mehrzeilig überlappend abfotografiert.

Flächiges Panorama: Die Kirche am Steinhof, aus 6 HDR Aufnahmen